St. Anna-Treff Schwerin, 23.09.2026, 19.30 Uhr
Ort: Bernhard-Schräder-Haus, Klosterstr. 26, 19053 Schwerin
Referent: Prof. Dr. Hermann Pünder, Hamburg
Im Oktober 1945 wurden in Mecklenburg drei Briefmarken in den Umlauf gebracht, die neben dem Sozialdemokraten Rudolf Breitscheid und dem Kommunisten Ernst Thälmann auch Erich Klausener, einen Zentrumsmann zeigten. Wer war dieser Mann?
Als Jurist hat er in der Weimarer Republik eine glänzende Karriere gemacht: zunächst als Landrat in Recklinghausen, zuletzt als Chef der preußischen Polizei in Berlin. Er kämpfte gegen die Feinde der Republik von rechts und links. 1934 wurde er auf Befehl von Hermann Göring erschossen. Damit sollte auch ein Mann zum Schweigen gebracht werden, der es als Chef der „Katholischen Aktion“ in Berlin schaffte, Massen zu mobilisieren und klare Worte nicht scheute. Kurz vor seiner Ermordung hatte er 60000 Katholiken in einer Kundgebung zusammengeführt.
Der Referent: Prof. Dr. Hermann Pünder hat den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Verwaltungswissenschaft und Rechtsvergleichung an der BUCERIUS LAW SCHOOL in Hamburg. Er ist ein Großneffe von Erich Klausener, ein „Ohrenzeuge“ der familiären Überlieferungen. Seit Jahren beschäftigt er sich mit der Aufarbeitung des nationalsozialistischen Unrechts













