Franziskuskreis Waren, 15. Oktober 2026, 19.00 Uhr
Ort: Pfarrsaal der Kath. Gemeinde, Kietzstr. 4, 17192 Waren

 Referent:  Christoph Bräutigam, Gießen

"Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter Leben, Freiheit und das Bestreben nach Glückseligkeit sind."

 Das ist der erste Satz der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung verfasst von Thomas Jefferson vor 250 Jahren.
Ein damals weltbewegendes Versprechen an die Menschen insbesondere in der "alten Welt". Es machte die USA zum Zufluchts- und Sehnsuchtsland für Menschen, die anderswo verfolgt, unterdrückt und in Armut getrieben wurden.  Auch für viele Mecklenburger. 
Nach dem Unabhängigkeitskrieg begründete 1787 die amerikanische Verfassung die erste Demokratie der Moderne.  Ihre Geschichte war begleitet von inneren Konflikten. 1861-65 der Bürgerkrieg, die Abschaffung der Sklaverei. Die Vertreibung und Ermordung zahl-loser  Native Americans.  Die stetigen Konflikte zwischen dem "weißen Amerika" und den afroamerikanischen Nachkommen der Sklaven. Doch keiner dieser Konflikte erschütterte bis 2016 die US-Demokratie 
Seit 2016 hören wir von Donald Trump, Desinformationen, ausufernde Gewalt im Namen der Regierung, Drohungen gegenüber Freunden und Bündnispartnern sowie Allianzen mit Russland und China und einer Entwicklung zur rechtsautoritär-libertären Diktatur. Woher kam diese Entwicklung? Was bedeutet das für uns in Deutschland und Europa? Was bedeuten die Werte und Rechtsnormen der 250 Jahre alten Demokratie für uns heute und zukünftig?

Der Referent: Christoph Bräutigam M.A., lebt in Gießen und Arbon/CH; Studium der Allgemeinen Rhetorik, empirischen Kulturwissenschaft und Neueren deutschen Literatur in Tübingen - seit 1989 tätig als Bildungsreferent, Projektleiter und Honorardozent in den Themenfeldern interkulturelle Kommunikation, Konfliktmanagement, politische und zeitgeschichtliche Bildung, Partizipation und Inklusion.