Stensen-Kreis-Rostock, 13. Juni 2026, 15.00 Uhr
Ort: Gemeindezentrum der Christuskirche, Häktweg 4-6, 18057 Rostock
Referent: Mark Bauermeister, Rostock
Der Gebrauch von Räucherwerk ist keine moderne Erfindung, sondern ein uraltes Kulturgut. Das Räuchern war meist in eine spirituelle Weltsicht eingebettet. Erst in der Spätantike wurde die Nutzung von liturgischem Räucherwerk zugelassen, da man sich von heidnischen Ritualen abgrenzen wollte.
Weihrauch verdampft, verbrennt nicht. Es entsteht dabei kein Rauch. Das Harz wechselt in einem anderen Aggregatzustand. Der Duft des Dampfes, den man wahrnimmt, ist das Harz in seiner reinsten Form. Es ist die Pforte zu einer anderen Wirklichkeit.
Das Harz des Weihrauchstrauchs (Boswellia sacra) ist der echte, hochwertigste Weihrauch und wird im Südjemen und Oman gewonnen. Es ist das sagenhafte Land der Königin von Saba. Wohlgerüche und orientalische Pracht verbinden sich mit diesem Namen, aber auch die Begegnung mit König Solomon in der Bibel.
Neben dem heutigen gottesdienstlichen Gebrauch von Weihrauch wird er auch eingesetzt bei Ritualen der Heilung, bei Meditation und Reinigung.











